Wie leben Arztopfer mit der Angst? Teil 6

Passenderweise war ich kürzlich 10 Tage in der Hauptstadt der Mafia, in Neapel. Zählt man die Riesensiedlungen direkt ausserhalb der Stadtgrenze mit, ergeben sich rund 4 Millionen Einwohner. Offenbar sind McDonalds, Burger King usw. nicht bereit, „Steuern“ oder „Schutzgelder“ an die Mafia zu zahlen. Denn deren Filialen kann man, ganz anders als in Rom, an beiden Händen abzählen. Hinweisschilder auch im Stadtzentrum verweisen zT auf kilometerweit entfernte Filialen. Vermutlich traut sich auch kaum jemand, Geschäftsräume an McDonalds zu vermieten….
Verblüfft hat mich jedoch ein Mahnmal für einen 2015 von der Mafia Ermordeten: Camorra camorraneapel Die Schilder hängen offenbar seit Jahren unübersehbar im Zentrum der Altstadt, und indem die Mafia die an ihrem Platz belässt, gesteht sie ein, „den Falschen“ erwischt zu haben. Sie duldet dieses Mahnmal vermutlich gezwungenermassen, denn sonst würde sie ihren Rückhalt in der Bevölkerung gefährden. Denn der unschuldig Getötete war bei den „kleinen Leuten“ (die sind m.W. der Rückhalt der Mafia) laut Text auf den Schildern sehr angesehen.
Gegenbeispiel: 1978 töteten die „Roten Brigaden“(Brigade Rosso) den Politiker Aldo Moro . Im Geschäftsviertel „Centro Direzione“ benannte man einen Platz nach ihm, der Name steht jedoch lediglich auf dem Stadtplan. Soweit ich sah, sind dort alle Schilder „Piazza-Aldo-Moro“ von Unbefugten entfernt: aldomoro40 aldomoro2018 . Wollen bestimmte Leute das Gedenken an Moro auch 40 Jahren danach verhindern? Kriminelle Organisationen und Cliquen wollen immer totschweigen und mundtot machen, für den eigenen Machterhalt und Geldbeutel. Oder Schlimmeres:  palazzoreale(Kunstwerk im Palazzo Reale)

Neapolitaner sprechen kein Englisch. Höchstens wer mit Touristen zu tun hat, und dann auch nur wenige Worte. Nach 6 Tagen hörte ich das erste Mal deutsch auf der Strasse. Dennoch ist Neapel 100%ig als Reiseziel zu empfehlen, ausser man kommt mit dem Chaos auf den Strassen (und in den engen und dunklen Gassen) und mit dem herumliegenden Müll nicht klar. Und leider landet insbesondere in Neapel viel Geld bei der Mafia, sagt Google jedenfalls.

Hier einige Neapel-Fotos, wie ich als Arztopfer versuche, trotz meiner Angst mein Leben etwas zu geniessen. Ich wohnte wie üblich „über den Wolken“, diesmal oberste Etage 16, und zwei Fotos mit dem Ausblick von dort zum Vesuv und zum Mittelmeer, und weitere Fotos:    Zufällig stand ich im Küstenort Castellammare vor einem Restaurant, in dem schon Bundeskanzlerin Merkel Gast war:

So ein Trip macht einen zT ganzschön fertig, deshalb immer herrlich meine Kaffeepausen:  Ich weiss ich weiss, rauchen ist ungesund. Aber in Maßen ist es ok.Und hat schonmal jemand untersucht, wie krank solche Werbung macht? Die löst doch Angst und Verkrampfung aus, und Angst macht ebenfalls krank.
Thema Rauchen: Meiner Mutter hatten die Ärzte mit über 80 noch einen halben Lungenflügel rausgenommen. Sie hatte keinerlei Beschwerden aber angeblich Krebs. Nie geraucht, immer in frischer Landluft gelebt. Sinnfrei soeine OP in dem Alter, ausser für den Geldbeutel der Ärzte. Wenige Jahre später starb meine Mutter. Sicher müssen insbesondere sehr viele Alte sinnfreie OP`s erleiden, besonders wenn keine Angehörigen da sind, die Probleme machen könnten. „Wo kein Kläger, da kein Beklagter“. Mit was für Leid schon eine OP verbunden sein kann! Aber das kümmert keinen der beteiligten Ärzte.
Es kann garnicht ermessen werden, wie negativ es mein ganzes Leben beeinflusst, was Ärzte mir seit Mitte 2009 antun. Deren kaum zu beschreibendes zT mafioses Treiben, auch und gerade die seelische Gewalt. Meine zahlreichen Reisen sind nicht mehr und nicht weniger als meine Antwort auf den Tod. Ich bin auf Reisen fast genauso verzweifelt wie in Berlin, nur anders verzweifelt, lebendiger verzweifelt.
Ärzte“mafia“ Link 1
Ärzte“mafia“ Link 2

PS: Zahnärztin P setzte mir am 26.März eine provisorische Füllung in Zahn 27 ein, so sagte sie jedenfalls und so steht es in ihrer Rechnung („temporärer Verschluss“) . Sie ersetzte damit die 2012 von Zahnärztin K gemachte Kunststofffüllung. Als Sie fast fertig war, äusserte P sich skeptisch, ob die bis zum Termin beim Kieferchirurgen # am 16.Mai halten würde: „Wenn das mal solange hält…“. Der Termin beim # liegt mittlerweile aber auch schon wieder fast 11 Wochen zurück und ihr Provisorium sitzt. Ist das ein „Provisorium“ ähnlich dem „Provisorium“, das ich 2011 vom Zahnarzt B2 auf den Stummel des Zahnes 25 bekam, und das ich heute noch trage? Natürlich habe ich im Ausland mit ihrer „provisorischen“ Füllung entsprechend zusätzlich Angst. Eben weil sie mir gegenüber bezweifelte, dass die überhaupt bis zum 16.Mai hält. Denn es wäre ungünstig gewesen, wenn ich zB im chaotischen Neapel zum Zahnarzt hätte gehen müssen. Womöglich noch ungünstiger, als für mich in Berlin. (Schilderung unvollständig)

 

Ein Gedanke zu „Wie leben Arztopfer mit der Angst? Teil 6

  1. Ergänzung von Wolfgang/Zahnkaufmann.de:
    Neapel – so kann man sich irren: Alle Stationen der U-Bahn Linie 6 „Lala“, vor wenigen Jahren mit europäischen Fördermitteln erbaut, waren bei meinem Neapelbesuch dauerhaft verriegelt/geschlossen. Da fast parallel die S-Bahn „cumana“ und die U-Bahn Linie 1 verlaufen, war für mich der Fall klar: Die Bauindustrie (soweit man liest besonders fest in der Hand der Mafia) hatte den Auftrag für dieses Sinnlosprojekt zugeschanzt bekommen, und die „Lala“ wurde gleich nach Fertigstellung mangels Nachfrage geschlossen. In Wirklichkeit ist jedoch Vandalismus die Ursache für eine
    längere Schliessung

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