Wie leben Arztopfer mit der Angst? Teil 4

Ich versuche weiterhin, mein Leben etwas zu geniessen, statt mir ständig Sorgen wegen meiner Gesundheit zu machen. Ich habe schon genug Zeit durch Zahnärzte verloren und das Leben wartet nicht. Die zweite Flugreise meines Lebens führte mich jetzt zum allerersten Mal nach Rom und ich konnte hier einigermassen abschalten. Gleich am dortigen Flughafen lernte ich ein hübsches Paar kennen und machte paar Fotos, inclusive Fortsetzung am nächsten Tag. Zu diesem langjährigen intensiv betriebenen Hobby war ich seit 2009/2010 nach erlittener ärztlicher Gewalt nicht mehr imstande. Ich begann damit erst wieder Ende 2017.
Ich gönnte mir sieben Übernachtungen, hatte dabei Glück mit dem Hotel: Preisgünstig, grosses Zimmer mit grossem Balkon, Ausblick in die Ferne. (Überraschung: Direkt unter meiner Nase ein Krankenhaus, inclusive Eingang zur Leichenhalle)   camera mortuaria  Auch dieses Haus auf der Insel ist ein Krankenhaus. Arztpraxen und Anwaltskanzleien sieht man in Rom selten, obwohl die Statistik sagt, die Arztdichte sei nicht wesentlich anders als in Deutschland. Ich denke, die Italiener leben doch etwas anders als wir Deutsche: Jede Menge Cafeterias, Pizzerias, Eisdielen   . Entspannteres und freieres Leben statt des in Deutschland beliebten ärztlichen „Durchchequen“ und der oft anschliessenden überflüssigen Operationen. Die Italiener sind irgendwie sehr frei und direkt. Viel lauter als wir Deutsche, wirklich ohrenbetäubendes Geschrei italienischer Jugendgruppen bei McDonalds, ich konnte es kaum glauben. Obwohl ich als Berliner mit dem Lärmpegel der zahlreichen italienischen Touristen eigentlich vertraut bin – aber ich konnte damit gut leben. So sind sie nunmal, unsere lieben italienischen Freunde. Mein Hotel war weit ausserhalb, nach dem Frühstück los und ohne mittägliche Siesta im Hotel Spätabends wieder zurück. Mir bekam das stundenlange Rumgelaufe wieder sehr gut. Und ich ass -wie auf Reisen üblich- sehr wenig, nahm drei Kilo ab, brachte zuhause dann nur 72 Kilo auf die Waage.
   
Es war gut, wieder für einige Tage etwas besser abschalten zu können. Ich drehe mich ohnehin im Kreis nach sovielen Jahren Gewalt, Willkür und Angst. Niemand kann das nachempfinden, der nicht selbst betroffen ist. Und die Ärzte machen sowieso was sie wollen. So gut/schlecht wie sie wollen. Und wenn sie nicht wollen, machen sie Garnichts. Und „zwingt“ man sie, machen sie kaputt. Will der Arzt nicht, läuft der Patient gegen eine Wand, da kann er sich nochsoviel Mühe geben. Den lächerlichen Einwand von Otto Normalverbraucher, man solle doch einfach zu einem anderen Arzt gehen, diesen Einwand machen nur Leute die absolut keine Ahnung haben, siehe dazu beide Beiträge über Motive für Gewaltserien gegen einen Patienten .
Statt also letztlich nur Zeit totzuschlagen
mit Planen und Abwägen („Was sage ich dem Arzt, und wie sage ich Das? Was will ich?  Was erwarte ich?“ betreffs meines Termines im Mai) lieber was Nettes unternehmen. Der Mensch denkt, Gott lenkt. Diese zugegeben etwas laxe Haltung sollte sich Jede/r, egal in welcher Problemlage, ab und an gönnen. Sonst kriegt man noch einen Herzinfarkt, Depressionen oder man erkrankt aufgrund der Daueranspannung/Erschöpfung womöglich an Krebs. crocifisso miracoloso

Ein Gedanke zu „Wie leben Arztopfer mit der Angst? Teil 4

  1. FALSCH: Der lächerliche Einwand, man solle doch einfach zu einem anderen Arzt gehen, ist nicht (nur) von Otto-Normal-Verbraucher, sondern schlimmerweise von den sogenannten „Experten“, die geschädigte Patienten auch noch „beraten“ und von Politikern, die solchen Pfusch nicht kennen. DAS ist der SKANDAL , und DAS sollten Sie publik machen. Otto-Normal-Verbraucher weiß es möglicherweise nicht besser – aber die , die ganz oben sitzen und es ändern könnten, die halten still!!!

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