Wie leben Arztopfer mit der Angst? Teil 7

Zahnkaufmann-Reisebericht-Mallorca: Wie leben Opfer vorsätzlicher Arzt-Straftaten mit den Gesundheitsfolgen und ihrer Angst vor weiteren „Behandlungen“? Die Antwort auf Krankheit und Tod darf nicht lauten, Angst zu haben und sich mundtot machen zu lassen. Sondern muss lauten: LEBEN!

Sie können sich denken, dass ich nicht wegen dortiger „Black-Friday“-Zahnarztangebote

nach Mallorca flog. Und auch nicht wegen dortiger „heiler Zahnarztwelt“:

Zahnärzte überbieten sich weltweit mit trügerischer Werbung, in der es niemals Fehler, Risiken, Komplikationen gibt. Sondern ausschliesslich Schönheit und Perfektion.

….die ältere Dame sieht fast aus wie Cindy Crawford. Ganz andere „Werbung“ aus alten Zeiten, ebenfalls in Palma:

Um einen Arztfehler ging es in einer Gratiszeitung, aus Versehen durchtrennter Nerv bei Zystenentfernung, Gefühllosigkeit als Folge. Ja danke, genau Das will ich im Urlaub lesen 😉

Aber im Mallorca-Magazin stiess ich praktischerweise zufällig auf die Anschrift einer deutschsprachigen Zahnärztin, im Notfall wäre ich dort hingegangen. Normalerweise google ich irgendeine Notfall-Adresse vor Reisebeginn:

Nein, ich war natürlich nicht wg. Zahnarzt auf Malle, sondern um mir möglichst eine schöne Woche zu machen. Zunächst quartierte ich mich für 3 Nächte wie üblich mit Balkon und Traumblick ein, ein Luxusleben:

 

Ich zog dann in ein preiswertes Hostel um, innerhalb 1-2 Minuten gelangte man von dort über eine Treppe direkt an den Hafen Palma: 

Ich lieh mir ein Fahrrad und fuhr zB zum Hafen von Söller, Blick vom dortigen „Pass“ Richtung Palma/Mittelmeerküste: 

Mit dem Bus ging es nach Valdemossa und Deia:

Fürs exclusive Kaffeetrinken schmuggelte ich mich in den Yachtclub des Port Andratx…

…denn man will als Arztopfer ja nicht bloss unter gewöhnlichen Malle-Touristen seinen Kaffee-Schlürfen, sondern sich das Besondere gönnen. Aber ganz normales Kaffeetrinken auf der Born ist auch nicht zu verachten: 

Zumal der McDonalds-Americano dort gut schmeckt. Kaffee am Hafen Palma  und auf dem Weg nach Palmayola:


Wie bereits geschrieben, kann bzw. will ich zur Zeit Nichts über meine Zahnbehandlung schreiben. Ich holte mir vorm Abflug den Stempel fürs Bonus-Heft und Das war`s. In den letzten 5 Jahren war ich (ausser Zahnarzt) wohl nur 3x beim Arzt: 1x für Krankschreibung, 2x wegen einer relativen Kleinigkeit/Hautsalbe.

Mein Arzt-Vertrauen ist auch ganz allgemein geschrumpft. Also zusätzlich und unabhängig von meiner persönlichen Gefährdung.
Es wird scheinbar immer schlimmer, zB haben wir mittlerweile in Deutschland mehr Tote durch Krankenhauskeime als Verkehrstote. Darüber gibt es praktisch seit Jahren diverse Medienberichte. KANN ZUR ZEIT NICHT VERLINKEN . Hygiene im Krankenhaus kostet Aufwand, keine Hygiene spart diesen Aufwand u n d bringt zusätzliches Geld. Denn die aufgrund mangelnder Hygiene im Krankenhaus Infizierten/Erkrankten kommen ja als „Kunden“ wieder. Die Ärzte wissen Das und gucken lediglich zu? Wer in Deutschland ins Krankenhaus geht, ohne es unbedingt zu müssen, muss schon ziemlich blöd sein. Oder so naiv und gutgläubig, wie ich es bis 2009 gegenüber Ärzten war. Oder wird den Patienten jetzt Alles als „dringend“ verkauft, damit sich überhaupt noch jemand ins Krankenhaus traut? Heutzutage geht man nicht sicherheitshalber ins Krankenhaus, sondern sicherheitshalber nicht.

Ich frage mich heute -nicht nur betreff Ärzten- mehr denn je: Wem kann man eigentlich noch trauen? Es geht immer mehr nur noch ums Geld. „Ehre“, „Worthalten“ – bedeutet das heute noch etwas? Wer hilft heutzutage im Alltag aus Menschlichkeit und ohne auf eine Gegenleistung zu spekulieren?
Thema „Geld“: Einen Malleurlaub kann sich jede(r) leisten: Flug kostet fast Nichts, Hostel eine Woche rund 100 Euro. Einfach weniger Saufen, Rauchen etc. /  Jeder kann Sooviel sparen wenn er will.

Aber „Alles wird gut“ 🙂 Beim Abflug hatte ich erstmalig eine richtige Brücke (rechts im Bild) , keine ordinäre Treppe 😉

1 Gedanke zu „Wie leben Arztopfer mit der Angst? Teil 7

  1. HINWEIS von Wolfgang/Zahnkaufmann.de:
    Auf meiner Facebookseite wurde obiges „Flug kostet fast Nichts“ kritisiert. In der Tat gilt Das natürlich nur von Berlin oder Hamburg aus (zT auch ab Köln oder München) . Oft kommt man jedoch billig zu diesen Städten und man sollte wg. Umweltschädlichkeit der Fliegerei sowieso seltener und dafür länger verreisen. Dann fällt die „Fahrzeit“ auch nicht so ins Gewicht.

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