Als Zahnarztopfer mit der Angst leben

Meine Strategie gegen Zukunftsangst, allemal besser als Saufen oder Tabletten. In diesem Beitrag geht es fast garnicht um Zähne, eigentlich ein blosser Reisebericht. Aber falls Sie interessiert, wie ich ausserhalb des Themas Zähne so ticke:  [Ich hatte schlimme Erlebnisse mit Ärzten und schaue besorgt in die Zukunft] Gegen sinnloses Grübeln hilft mir das Reisen. Im Dezember war ich eine Woche in Zürich, im Januar eine Woche in Wien. Im Gepäck zu meiner Beruhigung eine Röntgen-CD aller Zähne und Haftcreme, falls zB eine Krone „rausfällt“.
Wien: Als glühender Verehrer des österreichischen „Läster“-Schriftstellers Thomas Bernhard (1931-1989)  lief ich dort natürlich die von ihm erwähnten Strassen ab und erblickte Bekanntes aus seinen Büchern. Cafe Hawelka, Hotel Ambassador oder Herrenbekleidung „Sir Anthony“ etc. Ich war im Stadtteil Brigittenau, auf der Floridsdorfer Brücke DonauWien (Das ist ein Gymnasium!) . Auch zog es mich natürlich wieder zum Hundertwasserheizkraftwerk HundertwasserMVAWien und zur Hundertwasserpromenade Hundertwasserpromenade . Ich besuchte die „berühmte“ „Lugner-City“. Sie kennen „Mörtel“ Lugner aus der Soap „Das Model und der Millionär“ (lässt jedes Jahr zum Wiener Opernball eine weltberühmte Begleiterin einfliegen) Wer das „Berlin-Carree“ am Alex in den Jahren vor der Schliessung kannte (jetzt „Kaufhalle“) weiss, wie die Lugner-City gegenwärtig leider aussieht. In der Nähe befindet sich das „Allgemeine Krankenhaus“ AKHWien . Stadteil Ottakring: Auch in Wien haben Ärzte Probleme, einen Praxisnachfolger zu finden Hausarztwien . Ich besuchte wie üblich auch in Wien einen Friedhof Steinhof , direkt neben dem Steinhof, der ältesten und bekanntesten Wiener Klapsmühle. Ich spazierte wie bei jeder Reise täglich viele Stunden die Strassen entlang, oftmals immer geradeaus bis in die Randbezirke. In der Gumpendorfer Straße wohnt der von mir geschätzte Hermes Phettberg, in Deutschland bekannt aus „Phettbergs nette Leit Show“  (statt „Late-Night-Show“) , lief in den 90er Jahren auf 3sat.
Ich wohnte in Wien  -wie auf meinen Reisen üblich- günstig und weit Oben in einem Hochhaus mit Balkon. So liebe ich es. Diesmal sogar mit Riesenbalkon und besonders preiswert. Fast immer kriegt man auch als Einzelreisender ja ein Doppelzimmer, ob man will oder nicht, so auch hier. Mein  Appartment war sogar von vornherein für 2 Personen. 66 Quadratmetern auf Etage 33 mit neuer Komplettaustattung (2Riesen-TV, Küche etc.) für lächerliche 50Euro/Nacht. Direkt an der U-Bahnstation Urlaub Wien . Ich verlängerte daraufhin, es gibt ja bei der ÖBB die „Sparschiene“ für kurzfristige billige Bahntickets. Meiner vorherigen Einladung folgte leider niemand aus Berlin oder Hamburg. Die Leute sind verwöhnt oder müssen arbeiten, oder Beides. Oder haben Depressionen, oder finden mich zu „depressiv“. Aber ich finde leicht Kontakt zu Fremden, egal wo. Gegen Ende meines Wientrips wurde ich zunehmend bedrückter, weil es vorerst meine letzte Reise war und meine Zahnsorgen/Angst vor der Zukunft  wieder in mir hochstiegen, aber so ist das Leben eben.
Wenn die Leute hören dass ich reise, denken die: „Dem geht’s ja gut, was hat der denn…“. Reiselust ist jedoch kein Zeichen dafür, dass es mir gut geht. Es kommt auch vor, dass ich losfahre, weil es mir seelisch schlecht geht. Weil Tapetenwechsel gut gegen sinnloses Grübeln ist. Ausserdem hilft mir zB langes Spazierengehen etwas gegen meine Leistenprobleme/Unterleib. Und in Berlin laufe ich eben nicht ohne Weiteres mindestens 2×3 Stunden am Tag.
Auch in Zürich wohnte ich im Hochhaus mit Balkon. (Kaum teurer als kurz zuvor in  Warschau: Hotel Warschau ) In Zürich-Oerlikon ist stärkerer S-Bahn-Zugverkehr als auf Berlins S-Bahnring, wer hätte Das gedacht!? Hier ein Foto vom Balkon:  OerlikonZufällig landete ich mit der Strassenbahn auch im Stadteil Triemlie – dort am Stadtrand gibt es ein riesiges Krankenhaus Krankenhaus triemli Ich wünsche mir so sehr, dass das ein Ort der Heilung und Rettung ist, und sonst Nichts ist. Lesen Sie auch diesen ganz kurzen Beitrag
In Zürich werben deutsche Zahnärzte um Patienten. So wie in Deutschland wiederum ungarische Zahnkliniken werben. Mit kaputtbehandelten, verunsicherten Patienten verdient eine ganze Reihe Ärzte weiterhin viel Geld. Natürlich kommt auch für Schweizer noch der Spareffekt dazu, mit schweizer Franken sehr preiswert zum Zahnarzt in Deutschland, direkt an der Grenze in Konstanz. Zahnarztwerbung Anderes Beispiel  Zum-Zahnarzt-nach-Deutschland . [Das konstanzer Einkaufszentrum „Lago“ „stürmen“ unsere lieben Schweizer Nachbarn ständig, ist das Umsatzstärkste Europas.]

Reisen kostet wenig: Mit der Bahncard 25 kommen Sie für 70 euro von Berlin aus in alle europäischen Nachbarländer und zurück. [Habe mir übrigens soeben für 37,50 für den April Berlin-München-Berlin(ICE) gekauft.] Falls Ihnen ein Hotelzimmer zu teuer ist: 4er „Schlafsäle“ gibt es in jeder Stadt für einen Appel und ein Ei. In der Nebensaison sind solche „Schlafsäle“ oft nicht voll belegt, Sie haben`s also womöglich ruhig und viel Platz. Und kommen falls Sie möchten garantiert mit Leuten ins Gespräch. Sogar in Zürich gibt es billige Hotels: Lange vorher buchen, natürlich ausserhalb der Hauptreisezeit. Tip: In Wien kaufen Sie für die U-Bahn statt der 72Stunden-Karte zum selben Preis die Wochenkarte (Gilt Montag bis Sonntag) und verkaufen die wenns passt bei Ihrer Abreise weiter. Tageskarten verkaufe ich IMMER bei Abreise. Meine diversen Kaffee bei McDonalds in Wien finanzierte ich zur Hälfte aus liegengelassenen McDonalds-Toiletten-Bons(Automat am Drehkreuz). Ein Supermarkt findet sich in allen Hauptstädten usw. stets in der Nähe, sogar an den teuersten Ecken, wie zB dem Schwarzenbergplatz am berühmten Ring im Wiener Zentrum Schwarzenbergplatz Zahnpflege auf Reisen funktioniert auch bei McDonalds ausgezeichnet, siehe Hier

Es macht keinen Sinn, dass man sich als Patient wegen seiner Zahnsorgen auch noch selbst seelisch fertig macht mit Grübeln usw. Das Leben wartet nicht. Raffen wir uns also immer wieder auf. Die Probleme angehen = Hilfe suchen. Aber auch l e b e n .
(Sie können sich Reisen nicht leisten? Die Meisten fressen und saufen zuviel. Bei täglich 5 Euro weniger dafür sparen Sie monatlich 150 Euro. Das ist die Fahrkarte + wenn Sie wollen mehrere Übernachtungen, s.O.)

ERLÄUTERUNG: Ich hatte und habe keinerlei „Zahnarztphobie“. Angst (Überschrift) habe ich davor, dass mir nicht geholfen wird. Oder absichtlich falsch. Ich habe akuten Behandlungs- bzw. Versorgungsbedarf (Zahn 27/u.A fehlende Krone, und Zahn 26/u.A. entzündet) , weshalb ich in der nächsten Zeit nochmals aktiv werden muss. Zum Thema Situation der Opfer nach Straftaten dieser ältere Beitrag von mir.

(Der Vollständigkeit halber: Ich verspreche mir von einer Auslandsbehandlung für meinen Fall übrigens Nichts)

Demnächst hier interessante aktuelle Beiträge betreffs meiner Zähne, versprochen!

 

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